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Die Zuger Ausbildungsbetriebe feiern einen Erfolg an der Fa-Best 2026: Nora Tschupp aus Baar holt Silber, Nicole Büeler aus Hünenberg Bronze. Damit gehen zwei von drei Podestplätzen der Zentralschweizer Berufsmeisterschaft an junge Betreuungstalente aus dem Kanton Zug.
Einfühlungsvermögen, Fachwissen und einen kühlen Kopf in anspruchsvollen Situationen: Wer Menschen professionell betreut, braucht weit mehr als ein gutes Gespür für andere. Wie vielseitig und verantwortungsvoll dieser Beruf ist, zeigten zehn junge Berufsfrauen an der Zentralschweizer Berufsmeisterschaft Fa-Best 2026. Besonders erfolgreich waren dabei Lernende aus Zuger Ausbildungsbetrieben: Nora Tschupp von der KiBiZ Kita Chriesimatt in Baar erreichte den zweiten Rang, Nicole Büeler von der Kita ZugWest in Hünenberg den dritten. Damit gingen zwei der drei Podestplätze an den Kanton Zug. Für die beiden jungen Frauen ist das Ergebnis eine besondere Anerkennung ihrer bisherigen Ausbildung. Beide absolvieren die Lehre zur Fachfrau Betreuung EFZ in der Fachrichtung Kinder. An der Fa-Best konnten sie zeigen, dass sie ihr Wissen nicht nur im Berufsalltag, sondern auch unter Wettbewerbsbedingungen anwenden können.
Die Berufsmeisterschaft fand am Samstag, 17. Oktober 2026, im Bildungszentrum zodas in Emmenbrücke statt. Sechs der zehn Teilnehmerinnen absolvieren ihre Ausbildung in einem Zuger Betrieb. Diese starke Präsenz unterstreicht die Bedeutung der regionalen Ausbildungsbetriebe für den Nachwuchs im Betreuungsbereich. Die Teilnehmerinnen traten in vier praxisnahen Aufgaben gegeneinander an. Dabei waren unterschiedliche Situationen aus den Fachrichtungen Kinder, Menschen mit Beeinträchtigung sowie Menschen im Alter zu bewältigen. Gefragt waren nicht allein theoretische Kenntnisse. Die jungen Berufsfrauen mussten zeigen, wie sie Betreuungssituationen fachlich fundiert einschätzen, passende Lösungen entwickeln und verantwortungsvoll handeln. Erfahrene Expertinnen und Experten beurteilten die Leistungen anhand festgelegter Kriterien. Damit zählte nicht nur das Ergebnis einer Aufgabe, sondern auch der Weg dorthin: Wie gehen die Teilnehmerinnen auf Menschen ein? Wie kommunizieren sie? Wie setzen sie ihr Wissen in einer konkreten Situation ein? Und gelingt es ihnen, auch unter Zeitdruck professionell zu bleiben? Gerade diese Verbindung von Fachkompetenz und Menschlichkeit macht den Beruf Fachfrau Betreuung EFZ anspruchsvoll. Im Alltag gilt es, unterschiedliche Bedürfnisse wahrzunehmen, Beziehungen aufzubauen und gleichzeitig klare Strukturen zu schaffen. Die Fa-Best bietet jungen Berufsleuten die Gelegenheit, solche Fähigkeiten sichtbar zu machen und sich mit anderen Lernenden zu messen. Nora Tschupp aus Knonau im Kanton Zürich, die ihre Ausbildung bei der KiBiZ Kita Chriesimatt in Baar absolviert, sicherte sich den zweiten Rang. Nicole Büeler aus Oberarth im Kanton Schwyz, Lernende bei der Kita ZugWest in Hünenberg, belegte den dritten Platz. Obwohl beide ausserhalb des Kantons Zug wohnen, stehen ihre Ausbildungsbetriebe für die starke Präsenz des Zuger Betreuungsnachwuchses am Wettbewerb. Den Sieg holte Anika Degelo aus Giswil im Kanton Obwalden. Sie absolviert ihre Ausbildung bei der SSBL in Emmen in der Fachrichtung Menschen mit Beeinträchtigung. Mit ihrem ersten Rang qualifizierte sie sich für die Schweizer Berufsmeisterschaften SwissSkills 2027 in Bern. Auch für Tschupp und Büeler könnte der Wettbewerb eine Fortsetzung auf nationaler Ebene bereithalten. Ob sie ebenfalls an den SwissSkills antreten dürfen, hängt von den definitiven Qualifikationsbestimmungen ab, die im Dezember erwartet werden. Voraussetzung für alle drei Erstplatzierten ist ein erfolgreicher Lehrabschluss mit bestandenem Qualifikationsverfahren.
Die Fa-Best rückt einen Beruf ins Rampenlicht, dessen Bedeutung im Alltag oft selbstverständlich erscheint. Fachfrauen Betreuung begleiten Kinder, unterstützen Menschen mit Beeinträchtigungen oder betreuen ältere Menschen. Dabei geht es um weit mehr als die Organisation des Tagesablaufs. Sie fördern Fähigkeiten, schaffen Vertrauen, erkennen Bedürfnisse und reagieren auf Situationen, die sich nicht immer planen lassen. Dafür braucht es fundiertes Wissen ebenso wie Geduld, Kreativität und Kommunikationsgeschick. Eine Betreuungssituation kann sich innerhalb weniger Augenblicke verändern. Dann sind Aufmerksamkeit, Flexibilität und ein sicherer Umgang mit unterschiedlichen Menschen gefragt. Die Berufsmeisterschaft macht diese Kompetenzen anhand konkreter Aufgaben sichtbar. Für die Ausbildungsbetriebe ist der Erfolg ihrer Lernenden zugleich eine Bestätigung ihrer Arbeit. Sie vermitteln nicht nur berufliche Grundlagen, sondern bereiten junge Menschen darauf vor, Verantwortung zu übernehmen und im Alltag selbstständig zu handeln. Dass sechs der zehn Teilnehmerinnen aus Zuger Betrieben stammen und zwei von ihnen auf dem Podest stehen, verleiht dem Kanton an der diesjährigen Fa-Best besonderes Gewicht. Die Fa-Best zeigt, wie viel Fachwissen, Verantwortungsbewusstsein und Engagement hinter professioneller Betreuung stehen. Der Wettbewerb stärkt damit nicht nur die jungen Berufsleute, sondern lenkt auch die Aufmerksamkeit auf die Qualität der Ausbildung und die Bedeutung sozialer Berufe. Für den Kanton Zug ist das starke Abschneiden seiner Ausbildungsbetriebe ein sichtbares Zeichen dafür, dass sich die Investition in den Betreuungsnachwuchs auszahlt.
Uwe Guntern
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