Nachhaltigkeit
Impulse für nachhaltige Städte und Gemeinden aus der Zentralschweiz
Für uralte und experimentelle Klänge aus dem Alpstein schliessen sich die Formationen Aufhebung der Alpen und Streichmusik Edelweiss zusammen. Ein Konzert der besonderen Art, bei dem Entdecker und Liebhaber der (Neuen) Schweizer Volksmusik gleichermassen auf ihre Kosten kommen.
Die Sonntagsmatinée mit Aufhebung der Alpen und Streichmusik Edelweiss im Theater Casino Zug verbindet die Wurzeln der Schweizer Volksmusik mit überraschenden Neuklängen – und geht dabei weit über das Gewohnte hinaus.
Ausgangspunkt ist die sogenannte «Altfrentsche Besetzung», die zu den charakteristischsten Formationen der Appenzeller Streichmusik zählt. Geige, Kontrabass und Hackbrett bilden den Kern dieses über Generationen gepflegten Klangbildes. Um neue, klangliche Räume zu eröffnen, wird das Ensemble für dieses Konzert erweitert: Eine zweite Geige, ein zusätzlicher Kontrabass sowie das in der Schweizer Volksmusik unübliche Schlagzeug treten hinzu und entfalten so ein noch facettenreicheres Spiel. Das Resultat ist ein erweitertes Appenzeller Klangspektrum, das sowohl die Kraft der Tradition trägt als auch den Mut zur Erneuerung zeigt. Die programmatische Klammer bildet die Idee einer Klangreise. Das Bild der «Aufhebung der Alpen» verweist auf eine Realität, die kaum zu übersehen ist: das schmelzende Eis der Gletscher, Sinnbild für das Verschwinden einer alpinen Landschaft, die unsere kulturelle Identität seit Jahrhunderten prägt. So wird Volksmusik zur Resonanzfläche für Gegenwartsthemen, die uns alle berühren. Initiator des Projekts ist der Ostschweizer Geiger Matthias Lincke, der es versteht, Brücken zwischen Tradition und zeitgenössischem Ausdruck zu schlagen. Um das Konzertprogramm zusätzlich zu verankern, hat Lincke eines der traditionsreichsten Ensembles aus der Region eingeladen: die Streichmusik Edelweiss, eine Legende in der Schweizer Volksmusikszene. Diese Formation pflegt eine Musikkultur, die in ihrer Art einzigartig ist. Anders als bei vielen anderen Traditionen vereinen sich im Appenzell die Volksmusik und klassische Musik auf organische Weise, was den unverwechselbaren Charakter der Appenzeller Streichmusik ausmacht.
Die Konzerte der Reihe «Heimatklänge » im Theater Casino Zug vereinen das Beste aus Vergangenheit und Gegenwart. Einerseits die lange gewachsene Tradition, andererseits die kreative Weiterentwicklung des Vergangenen zu etwas Neuem, bei dem Volksmusik nicht nur bewahrt, sondern weitergedacht und mit aktuellen Hörgewohnheiten und Themen unserer Zeit in Resonanz gebracht wird.
Der 1974 in Salzburg geborene Geiger und Initiator des Projektes «Aufhebung der Alpen», ist seit 1995 in verschiedenen Ensembles der Alpenländischen Volksmusik aktiv. Er experimentiert mit der traditionellen Musik und ist mit den Gruppen Trio Tobler-LinckeTanner, Doppelbock und der Landstreichmusik wegweisend für den heutigen Umgang mitder musikalischen Tradition.
Die Streichmusik Edelweiss wurde 1913 von Hans Rechsteiner in Trogen gegründet und ist eine der ältesten Original Appenzeller Streichmusiken. Die Musik verbindet klassischen Appenzeller Stil mit Elementen des konzertanten Innerschweizer Stils. Seit 1986 wird die Tradition in Herisau fortgeführt. Historisch geprägt wurde die Kapelle von herausragenden Musikanten wie Emil Walser und Hans Rechsteiner, deren Kompositionen und Stil bis heute gepflegt werden. Die Streichmusik Edelweiss hat die regionale Volksmusik und ihren Klang über Generationen bewahrt und in der Schweiz und international bekannt gemacht. Die Veranstaltung findet am Sonntag 25.Januar um 11 Uhr im Thater Casino Zug statt.
RED
Weitere Informationen unter www.theatercasino.ch
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